Materialien zum Unterricht

Belichtung

Die einzelnen Zellen des CCD-Chip sammeln Ladungen. Je länger Licht einfällt, um so mehr Ladungen entstehen. Ist die Zelle voll, können keine weiteren Ladungen hinzukommen.

Lässt man auf den Chip lange Zeit Licht einfallen, sind viele Zellen voll und es entsteht ein sehr helles Bild; die Aufnahme ist überbelichtet. Lässt man das Licht nur sehr kurz einfallen, sind die meisten Zellen noch leer und man erhält ein sehr dunkles Bild; die Aufnahme ist unterbelichtet.

Es muss also so lange Licht gesammelt werden, dass die schwarzen Stellen im Bild noch schwarz sind, die sehr hellen Stellen aber fast weiß. Das Bild muss richtig belichtet werden.

Hinweis: Das unterbelichtete Bild enthält aber einen richtig belichteten Himmel, bei dem Strukturen erkennbar sind. Im richtig belichteten Baum ist der Himmel überbelichtet. Die Kombination beider Bilder wäre ideal. Dazu später.

Die Belichtungszeit wird im von der Kamera automatisch eingestellt. Dazu werden die Lichtverhältnisse gemessen.

Viele Kameras haben aber entweder die Möglichkeit, die Belichtungszeit selbst zu wählen oder über Szeneneinstellungen bestimmte Werte vorzugeben. Warum?

Das folgende Bild wurde mit der automatisch gewählten Belichtungszeit von 1/8 Sekunde gemacht. Die Lichtverhältnisse waren schlecht und die Kamera war auf einem Stativ montiert.

Auf Grund der langen Belichtungszeit ist vom Auto wenig zu sehen.

Das nächste Bild zeigt das Auto bei deutliche besserer Beleuchtung. Die Belichtungszeit wurde automatisch so weit verkürzt, dass Auto und Hintergrund schaft abgebildet werden.

Leider ist hier nun keine Bewegung mehr zu erkennen.

Deshalb wurde die Belichtungszeit wieder verlängert und die Kamera mit dem Auto mitbewegt.

Ergebnis: der Hintergrund ist unscharf und das Auto ziemlich scharf. Diese Technik erfordert aber einige Übung, da während der Belichtung auf dem Bildschirm der kmera nichts zu sehen ist.

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